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Eine kleine Anleitung für einen schwach sauren Oxidlöser. Selbstgefertigte Leiterplatten sind oft ohne einen entsprechenden Schutzüberzug aus chemischem Zinn oder einem entsprechenden organischen Material versehen. Nach und nach oxidiert das Kupfer an der Oberfläche und lässt sich nur noch schlecht löten. Das Kupferoxid lässt sich mit einer organischen Säure wieder auflösen und man erhält eine gut lötbare Oberfläche. Einfach und gut eignet sich dafür Zitronensäure. Zitronensäure ist entweder als Pulver oder als 50% Zitronensäurelösung (Kalweg) erhältlich. Das Pulver muss zunächst gelöst werden und dann auf etwa 50% mit Wasser verdünnt werden. Auf 10ml Zitronensäurelösung (50%) kommen dann noch 20ml reines Ethanol oder Isopropanol (kein Spiritus, da dies auf der Leiterkarte weiße Flecken gibt). Als Netzmittel (nichtionisches Tensid) kann dann bei Bedarf noch etwas Tween 20 zugefügt werden (1-2 Tropfen). Die Reste des Oxidlösers können dann einfach mit Wasser abgespült werden. Der Oxidlöser eignet sich auch als Flußmittel, dazu wird er vor dem Löten dünn aufgetragen, die Bauteile gelötet und anschließend die ganze Platine mit Wasser abgewaschen (Die Bauteile müssen dazu entsprechend waschfest sein)

10 ml Zitronensäurelösung 50%

20ml Isopropanol

2 Tropfen Tween 20


Bezugsquelle für Chemikalien: Omikron